Spannungsschwankungen sind Abweichungen der Netzspannung von ihrem Sollwert. Sie zählen neben Spannungsspitzen und Phasenungleichgewichten zu den drei größten Herausforderungen für eine stabile Spannungsqualität.
Ursachen von Spannungsschwankungen
Ein zentraler Treiber ist die Energiewende: Die Verlagerung der Stromerzeugung von zentralen Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken hin zu dezentraler, regenerativer Erzeugung aus Photovoltaik und Windkraft überfordert das ursprünglich für zentrale Einspeisung ausgelegte Stromnetz. Die volatile Einspeisung führt zu häufig schwankendem Spannungsniveau.
Folgen für Industrieanlagen
Spannungsschwankungen können zu Ausfällen, Störungen, Fehlfunktionen und Schädigungen angeschlossener Verbraucher führen:
- Fehlfunktionen und Anlagenstillstände
- Erhöhter Verschleiß von Komponenten
- Bei Leuchten: Flackern (Flicker)
- Besonders in Industrie und Rechenzentren teils gravierende Schäden und Betriebsausfälle
Schutzmechanismen und Maßnahmen
- Spannungskonstanthalter: stabilisieren die Versorgung automatisch und schützen empfindliche Verbraucher.
- Regelbare Transformatoren: passen die Versorgungsspannung präzise und variabel an.
- Drosseln und Filter: reduzieren Oberschwingungen und elektromagnetische Störungen.
- Energiesparanlage ELSA® mit Monitoring: macht Netzstörungen sichtbar und reduziert sie – für stabile Spannungsqualität und höhere Energieeffizienz.
Typische Anwendungsfälle
- Produktionsanlagen mit Frequenzumrichtern und leistungsstarken Antrieben
- Rechenzentren und IT-Infrastruktur mit hohen Anforderungen an Spannungsqualität
- Medizintechnik und Krankenhäuser mit sensiblen Geräten
- Standorte mit instabiler Netzanbindung, z.B. in Gewerbegebieten mit schwacher Netzinfrastruktur
Lösungen von MBS-MP
MBS-MP entwickelt und fertigt individuelle Komponenten und Systeme zur Verbesserung der Spannungs- und Netzqualität in Industrieanlagen.
Siehe auch: Wie können Netzstörungen in Industrieanlagen reduziert werden? · Was ist ein Spannungskonstanthalter und wann wird er eingesetzt?